Cordoaria
Cordoaria
Cordoaria ist ein Viertel von Porto, das auch als Campo dos Mártires da Patria bekannt ist.
Mitten im Viertel liegt einer der beliebtesten Parks Portos, der Cordoaria-Garten (auf manchen Karten Jardim de João Chagas).
Direkt neben der Cordoaria liegt außerdem ein kleines Areal namens Carmo, das viele einfach zur Cordoaria dazuzählen.
Was man in der Cordoaria in Porto sehen sollte
Cordoaria-Garten
Der Cordoaria-Garten ist ein wunderschöner Park im romantischen Stil, mit alten Bäumen, die als „von öffentlichem Interesse“ eingestuft sind, einem kleinen See und einigen markanten Skulpturen von Juan Muñoz.
Er war eine der ersten Grünflächen der Stadt. Im Mittelalter lag hier das Campo do Olival, auf dem sich die Cordoaria do Bispo befand. Im 19. Jahrhundert beschloss die Stadtverwaltung, die Praça da Cordoaria in einen öffentlichen Park zu verwandeln.

Es lohnt sich, in Ruhe durch diesen Park und die Umgebung zu schlendern, sich auf eine Bank oder in ein Café in der Nähe zu setzen und eine Kleinigkeit zu essen. An einer Seite des Parks steht ein großes weißes Gebäude, in dem das Rektorat der Universität Porto (Universidade do Porto) untergebracht ist. Im selben Gebäude findest du die Naturwissenschaftliche Fakultät, wo es immer Ausstellungen in den Museen für Geologie, Archäologie und Zoologie gibt.

Auch das alte Hospital de Santo António liegt in der Cordoaria. Das Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Gebäude im englischen neoklassizistischen Stil hat eine nachgedunkelte Granitfassade. Heute ist es eines der wichtigsten öffentlichen Krankenhäuser in Porto und ganz Portugal.
Neben dem Krankenhaus steht das Gerichtsgebäude von Porto, das du an der riesigen Justitia-Skulptur erkennst.

Fotografiemuseum Porto
Direkt am Garten liegt außerdem das Fotografiemuseum von Porto: ein senffarbenes Gebäude, das einst das Gefängnis von Porto war und in dem einige bedeutende portugiesische Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts einsaßen.
Wir empfehlen einen Besuch – sowohl wegen der Fotoausstellungen als auch wegen des ehemaligen Gefängnisses selbst. Durch die Gitter der noch vorhandenen Fenster hast du einen Blick nach draußen.

Torre dos Clérigos
Der Torre dos Clérigos (ein Muss in Porto) prägt das Flair der Cordoaria ganz entscheidend – neben der Ponte Dom Luís I ist er das wichtigste Wahrzeichen Portos.
Er gehört zur gleichnamigen Kirche und wurde Mitte des 18. Jahrhunderts vom Architekten Nicolau Nasoni erbaut. Seine 225 Stufen lohnen den Aufstieg, denn von oben hast du einen der umfassendsten Ausblicke über die Stadt: das gesamte historische Zentrum, den Fluss und an klaren Tagen sogar den Atlantik. Der Eintritt kostet 6€.

Igreja do Carmo
Auf der anderen Seite des Rektoratsgebäudes steht die hübsche Igreja do Carmo mit ihrer typischen Granitfassade und einer riesigen Kachelwand. Kaum jemand kann hier dem Wunsch nach einem Selfie widerstehen.
An dieser Ecke befinden sich auch der Fonte dos Leões (Löwenbrunnen) mit seinen Skatern und die Haltestelle der Straßenbahn, die dich zur Praça da Batalha oder ins Viertel Foz bringt.

Livraria Lello
In der Rua dos Clérigos findest du, was die englische Zeitung The Guardian für die drittschönste Buchhandlung der Welt hält: die Livraria Lello.
Ihre zentrale Treppe und die Details im Jugendstil machen sie zu einem ganz besonderen Ort in Porto.
Für authentisch portugiesisches Essen in der Gegend: A Tasquinha in der Rua do Carmo serviert traditionelle portugiesische Küche mit Oktopus-Spezialitäten in echt portugiesischer Atmosphäre, während das Restaurant Calhambeque Hausmannskost zu hervorragenden Preisen bietet. Eine weitere günstige Option ist Zé Bota, direkt an der Praça da Cordoaria mit einer schönen Terrasse zum Garten hin.
Denk daran, dass die Cordoaria direkt neben dem Viertel Cedofeita liegt.